wieder… Gottesdienste anders….

            wieder!

GOTTESDIENSTEanders ….

Liebe Pfarrgemeinde!

 

Eine ungewöhnlich lange „Fastenzeit“

liegt hinter uns: keine Gottesdienste

und andere Zusammenkünfte,

der für viele schmerzliche Verzicht

auf die Gottesdienste von Karwoche

und Ostern, die uns mit allem Brauchtum

und den reichen, vielfältigen Liturgien in das österliche Geheimnis  mit hineinnehmen. Andere große Feste und besondere Gottesdienste mussten ausfallen oder verschoben werden. Diese für uns Christen verlängerte Fastenzeit hat sich für mich eindrucksvoll verdichtet im Bild des Karfreitagsgebetes von Papst Franziskus auf dem leeren verregneten Petersplatz.

Und doch ist dieses Vakuum gefüllt worden mit mehr Zeit für sich selbst, für Stille und Gebet in welcher Form auch immer; ebenso durch Gottesdienstübertragungen in den vielfältigen Formen, durch Anregungen zum Feiern in den Familien/Häusern und durch Gebetstexte auf unserer Homepage und im Pfarrblatt. Da hat sich in den Familien auch viel Kreativität entfaltet und ist – einmal ganz anders – Gottesdienst gefeiert worden. Und da dürfen wir sehen: gerade darin liegt eine große Chance, ein Auftrag für die künftige Zeit.

 

Es schön und erfreulich, dass wir ab dem kommenden Wochenende (16./17.5.) wieder Gottesdienste feiern dürfen, auch wenn dies nur für eine beschränkte Teilnehmerzahl möglich ist. Konkret heißt das: in den Kirchen von Igls und Vill (mit jeweils ca. 140 m²) sind also nur 14 Teilnehmer mit den entsprechenden Auflagen (Mund-Nasen-Schutz, Abstand u. Hygienemaßnahmen) zugelassen. Eingerechnet sind dabei der Zelebrant, Lektor*in und Organist*in, d.h., 11 dürfen dann noch mitfeiern. Das bedeutet, dass an einem Sonntag bei den 3 Messen in Igls dann 33 Leute dabei sein können. Das soll aber nicht als kleine Schar von Privilegierten verstanden, sondern es sollte ermöglicht werden, dass im Laufe der kommenden Sonn- und Feiertage möglichst viele kommen können und  niemand jeden Sonntag einen Platz für sich beansprucht.

Auch das ist eine Form von Solidarität und communio!

 

Wie soll das praktisch umgesetzt werden?

 

Jeweils am Freitag (vor Feiertagen am Dienstag) kann man sich ab 17 Uhr in der Kirche eine Zählkarte für einen der Gottesdienste besorgen (bitte nach Möglichkeit nur eine pro Familie!). Diese Karte bitte dann zum Gottesdienst mitbringen. Die möglichen Plätze sind markiert. Es wird ein Willkommensdienst da sein.

Zusätzlich werden (zunächst bis Pfingsten) am Dienstag in Vill und am Mittwoch in Igls eine Abendmesse gefeiert. Und das ist doch mehr als nur ein „Ersatz“ für die Sonntagsmesse. Auch dazu möchte ich einladen!

 

Der vielbeachtete tschechische Priester und Theologe Tomas Halik schreibt im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Krise:

„Vielleicht zeigt diese Zeit der leeren Kirchen den Kirchen symbolisch ihre verborgene Leere und eine mögliche Zukunft auf, die eintreten könnte, wenn die Kirchen nicht ernsthaft versuchen, der Welt eine ganz andere Gestalt des Christentums zu präsentieren. Zu sehr waren wir darauf bedacht, dass die ´Welt´ (die anderen) umkehren müsste, als dass wir an unsere eigene „Umkehr“ gedacht hätten – nicht nur an eine Verbesserung´, sondern an die Wende vom statischen `Christ sein´ zum dynamischen ´Christ werden´.“

 

Nehmen wir die Möglichkeit  wahr, wieder – wenn auch in kleinem Rahmen und unter veränderten Bedingungen – Gottesdienst mit- und füreinander zu feiern!

Die Pfarrgemeinderäte von Igls und Vill

mit Pfarrer