Klausur der Pfarrgemeinderäte – Diakonie versus Bürokratie

Am Samstag, 28. September haben wir uns, die Pfarrgemeinderäte der Pfarren Vill und Igls, am Grillhof zu unserer jährlichen Klausur getroffen.

Als Gast konnten wir Jussuf Windischer von der Vinzenz Gemeinschaft Waldhüttl gewinnen, der uns einmal mehr das Wesentliche der Arbeit in unseren Pfarren aufgezeigt hat; nämlich DIAKONIE als edelste und wichtigste Aufgabe unseres Christ-Seins. In sehr eindringlichen und berührenden Beispielen hat uns Jussuf an seinen bereichernden und manchmal auch mühsamen Erfahrungen teilhaben lassen. Freilich: die Freude an allem, was gelungen ist, war hör- und spürbar. Ob bei den „Weißen Vätern“ in Mauretanien, in der Entwicklungshilfe, in der Schule im Religionsunterricht, in der Stadtcaritas oder als Seelsorger im Gefängnis – immer war seine Anfrage „was bringen diese Menschen mir/uns mit?“, und nicht „was bringe ich ihnen für eine Botschaft?“. Eine „offene Kirche“ zu sein bedeutet für Jussuf, von ALLEN zu lernen, ob Andersgläubige oder Agnostiker, und ALLE Menschen ernst nehmen.

Bei uns, den Pfarrgemeinderät*innen von Vill und Igls, ist die Botschaft angekommen. Sie umzusetzen, in den sprichwörtlichen „kleinen Schritten“, wird unsere Aufgabe sein. Zumindest aber ist, wie es eine Kollegin formuliert hat, ein „Gärungsprozess“ in Gang gekommen. Und dafür sind wir sehr, sehr dankbar.

Evelyne Brändle

PGR-Obfrau Igls